Einen Tag der Gemeinschaft, der Produktivität, des konstruktiven Austausches und der Geselligkeit erlebten die Mitglieder des Gesamt-Pfarrgemeinderates der Pfarreiengemeinschaft Ergoldsbach-Bayerbach am Samstag 11.02.2012 Zusammen mit dem Pfarrteam verbrachten sie einen Klausurtag im Benedikt Menni Tagungs- und Bildungszentrum der Barmherzigen Brüder in Straubing, um fernab der Heimatpfarreien ohne Zeitdruck und mit dem nötigen Abstand zum Alltag über aktuelle Anliegen und anstehende Aufgaben in der Pfarreiengemeinschaft zu beraten.
„Für mich war es ein rundum gelungener Tag“, fasste Gerlinde Gahr, die Sprecherin des Gesamt-Pfarrgemeinderates ihre Eindrücke zusammen: „Wir hatten Zeit für intensive, auch private Gespräche, wir haben miteinander gesungen und wir haben einige Dinge angestoßen, die wir in den nächsten Wochen und Monaten in diesem Gremium weiterverfolgen werden.“ Auch Dekan Anzinger und seine Mitbrüder fühlten sich in der Runde sichtlich wohl. „Der Tag hat mir wieder viel Kraft gegeben für all die Dinge, die in nächster Zeit anstehen“, meinte der Geistliche. Einer der Schwerpunkte des Klausurtages war die Gestaltung der Seniorenarbeit in den Pfarreien. Gute und unersetzliche Arbeit leistet auf diesem Sektor seit Jahren der Ergoldsbacher Seniorenkreis, dessen Führungsteam die wöchentlichen Treffen abwechslungsreich gestaltet. Auch das Engagement der Seniorenbeauftragten der Gemeinde wurde gewürdigt. Gerade aber für die Senioren, die diese Angebote aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht oder nicht mehr annehmen können, sieht sich der Pfarrgemeinderat in der Pflicht, angemessene Angebote zu erarbeiten. Dazu gehört unter anderem die Belebung der Krankenkommunion, die gerade in Ergoldsbach nur noch von Wenigen gewünscht wird. Auch die sogenannten „Menschen im dritten Alter“, also die Männer und Frauen zwischen 55 und 70 Jahren, die nicht mehr berufstätig und frei von familiären Verpflichtungen sind, die etwas für sich selbst aber auch für andere tun wollen, sollten in der Seniorenarbeit der Pfarreiengemeinschaft Beachtung finden. Welche Angebote die Pfarreiengemeinschaft diesem Personenkreis machen und welche Aufgaben ihnen vermittelt werden können, wird das Gremium in den nächsten Monaten konkret erarbeiten. Intensiv diskutierten die Gesamt-Pfarrgemeinderäte über den Sinn der „ewigen Anbetung“ und über Möglichkeiten, eine Anbetung so zu gestalten, dass sie viele Menschen anspricht. „Anbetung geschieht dort, wo ein Mensch sich ganz, so wie er ist, Gott hinhält“, erklärte Dekan Anzinger. Damit Anbetung - eine wunderbare Möglichkeit, um zur Ruhe zu kommen - ein lebendiger Baustein in der Kirche ist, braucht sie neue Impulse. Deshalb wird der Pfarrgemeinderat nun ein Konzept für eine Anbetung aufstellen, bei der sich gestaltete und stille Einheiten abwechseln, bei der verschiedene Gruppen mit Texten oder Liedern Gott anbeten und den Gläubigen Hilfestellung geben, um zur Ruhe zu kommen. Im Vordergrund wird aber stets der Grundgedanke der Anbetung, nämlich in sich und vor Gott ruhig zu werden, stehen. Auch aktuelle Anliegen der Pfarreiengemeinschaft, wie die momentanen Zahlen der Gottesdienstbesucher und die Innenrenovierung der Pfarrkirche Ergoldsbach, wurden besprochen.
Breiten Raum beim Klausurtag des Gesamt-Pfarrgemeinderates nahm die Musik ein: mit einem musikalischen Morgenlob, dem Lied „Da wir diesen Tag beginnen“ und dem Wunsch, dass die Pfarrgemeinderäte „offen für das, was uns in Anspruch nimmt, und frei für alles, was du uns bestimmst“ sein mögen, startete das Treffen. Das Abendlob war mit der musikalischen Bitte „bewahre uns Gott, behüte uns Gott, sei mit uns auf unsern Wegen“ verbunden. Bei der abendlichen Messfeier zeigte sich dann, dass das gemeinsame Singen tagsüber und die musikalische Begleitung von Pfarrgemeinderätin Benedicta Ebner durchaus gefruchtet hatte: „der Pfarrgemeinderats-Chor“ gestaltete den Gottesdienst auch mit mehrstimmig gesungenen Liedern, Elisabeth Stadler (e-piano) und Benedicta Ebner (Violine) brachten Instrumentalstücke zu Gehör. Dankbar blickte Dekan Anzinger auf den fruchtbaren Tag zurück und bekräftigte in seiner Ansprache, dass jeder, egal welche Probleme und Anliegen, welche Fehler und Sünden er habe, jederzeit zu Gott kommen dürfe. Er dankte Pastoralreferent Gerhard Kaiser für die Gastfreundschaft und den zahlreichen Ministranten sowie den Gottesdienstbesuchern, alle Bewohner der Behinderteneinrichtung, für ihr Engagement du ihr Interesse.
(Gerlinde Gahr)