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Erstkommunion - Sonntag, 24. April 2005
Predigtgespräch der Erstkommunionfeier 2005 Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Gottesdienstgemeinde! Bei der Predigt, helfen uns heute einige von den Erstkommunionkindern. Gemeinsam wollen wir uns anschauen, was auf der diesjährigen Erstkommunionkerze abbildet ist. Diese Geschichte von den beiden Emmausjüngern kennt ihr, liebe Erstkommunionkinder. Ihr habt sie in einer Tischgruppenstunde bereits kennen gelernt. Aber was hat eigentlich diese Geschichte mit dem Bild auf eurer Erstkommunionkerze gemeinsam?
Ein Erstkommunionkind:
Da sehe ich zunächst einmal das Kreuz. Jesus hat das Kreuz auf den Berg Golgotha getragen. Die Soldaten haben Jesus ans Kreuz genagelt. Er war ganz allein. Alle seine Freunde sind weggelaufen. Jesus ist am Kreuz für uns gestorben.Vorsteher:
Mit dem Tod Jesu am Kreuz ist für die beiden Emmausjünger alles aus und vorbei. Sie machen sich auf den Weg. Von Jerusalem nach Emmaus. Sie lassen den Kopf hängen und sehen die Sonne nicht mehr. Sie gehen weg von dort wo sie ihre Hoffnungen begraben haben. Die Geschichte mit Jesus ist für sie vorbei.Ein Erstkommunionkind:
Mir fällt auf, dass dort, wo sich die beiden Balken schneiden eine goldene Stelle ist. Fast sieht unser Kreuz aus wie zwei Wege, die sich kreuzen. Die goldene Stelle ist eine Wegkreuzung.Vorsteher:
Die beiden Jünger im Evangelium sind ja unterwegs und während sie so dahingehen, gesellt sich ein Dritter hinzu. Ein Fremder kreuzt ihren Weg und er geht ihren Weg nun mit ihnen.Ein Erstkommunionkind:
Ich weiß, es ist Jesus, der ihren Weg kreuzt. Deshalb das Gold. Aber die beiden sind so traurig, dass sie ihn nicht erkennen.Vorsteher:
Ja, sie berichten Jesus alles. Jesus aber fragt weiter, er bringt sie zum Nachdenken, erklärt ihnen die Heilige Schrift. Er zeigt ihnen was über ihn aufgeschrieben ist. Die beiden Jünger werden ihm aufmerksam zugehört haben. Erkannt haben sie ihn aber trotzdem nicht.Ein Erstkommunionkind:
Wir haben auch schon viel über Jesus gehört. Seit unserer Taufe haben wir so manches aus der Heiligen Schrift gehört. Von unseren Eltern, im Religionsunterricht, in den Tischgruppen und in den Gottesdiensten hier in der Kirche haben wir wie die Emmausjünger viel von Jesus erfahren.Vorsteher:
Sa haben also die Jünger zusammen mit Jesus ihr Ziel, Emmaus erreicht. Und da es bereits Abend geworden war, bitten sie den Unbekannten, der unterwegs ihren Herzen wieder Mut gemacht hat: „Bleib bei uns, Herr.“ Und dieser nimmt die Einladung an. Und als sie bei Tisch sitzen, da nimmt Jesus das Brot und segnet es. Dann bricht er es und teilt es mit den Jüngern.Ein Erstkommunionkind:
Dieses geteilte Brot ist auch auf unserer Kerze zu sehen. Geteiltes Brot bedeutet Leben und Stärkung. Jesus hat vor seinem Tod immer wieder Brot genommen und es geteilt. Zum letzten Mal beim Letzten Abendmahl.Vorsteher:
Richtig! Daran erinnern sich natürlich die beiden Emmausjünger, als der Fremde das Brot bricht. Genauso hat Jesus immer das Brot mit ihnen geteilt. An diesem Brotbrechen erkennen sie ihn. „Da gingen ihnen die Augen auf“ heißt es.Ein Erstkommunionkind:
Ganz unten am Kreuz sehe ich noch ein Weizenkorn. Auch das erinnert mich an Jesus. Er hat gesagt: „Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt, bringt es reiche Frucht“. Jesus selbst ist wie ein Weizenkorn.Vorsteher:
Nach seinem Tod am Kreuz ist Jesus ins Grab gelegt worden. Genau so wie ein Weizenkorn bei der Aussaat in die Erde gelegt wird. Wir alle wissen, dass aus einem kleinen Weizenkorn neues Leben hervorkommt. So schenkt Gott uns allen ein Leben, das nicht stirbt sondern neu aufgeht und mehr wird.Ein Erstkommunionkind:
Auch das sehen wir auf unserer Kerze: Aus dem Weizenkorn beginnt eine junge Pflanze mit ihren grünen Blätter zu wachsen. Sie wächst auf dem Stamm des Kreuzes hinauf, dem Licht, der Sonne entgegen. Neues Leben entsteht.Vorsteher:
Jesus ist am Kreuz gestorben und ins Grab gelegt worden. Aber er hat den Tod besiegt und ist auferstanden. So schenkt er auch uns neues Leben. Auch die Emmausjünger spüren das am eigenen Leib. Aus traurigen und hoffnungslosen Jüngern werden durch die Begegnung mit dem Auferstandenen frohe und glückliche Jünger. Voller Hoffnung und Zuversicht gehen sie den Weg zurück. Sie haben die Gewissheit gewonnen: Das was mit Jesus begonnen hat geht weiter auch nach seinem Tod am Kreuz. Sie wissen jetzt sicher: Jesus lebt. Er ist von den Toten auferstanden. Komm sei unser Gast! – Mit diesen Worten haben die Emmausjünger, Jesus in ihr Haus eingeladen. Komm sei unser Gast! So laden auch wir heute Jesus ein. Er ist jetzt bei uns. Aus dem Gast wird der Gastgeber. Jesus nimmt das Brot und teilt es und gibt es den Jüngern. Auch für euch lieber Erstkommunionkinder, bricht er hernach gleich das Brot und schenkt sich in einem kleinen Stück Brot euch selbst. So habt ihr Anteil an ihm. Das geht aber nur, wenn wir ihn einladen unser Gast zu sein. Deshalb bitten wir Jesus:Komm, sei unser Gast, Herr Jesus Christ, dass Leben in uns ist.
Im Brot für uns geteilt, bist du bei uns. Im Brot des Lebens bist du bei uns. Amen. (Stefan Anzinger April 2005)
1. Gruppe - Gottesdienst in der Pfarrkirche - 08:45
2. Gruppe - Gottesdienst in der Pfarrkirche - 10:30
Andacht - 19:00
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